FDP-Positionspapier "Digitale Medien - Mehr Teilhabe - Mehr Demokratie"

Im Rahmen einer "Online-Programmdiskussion" wurde am 11. August 2006 das "Positionspapier der liberalen Community" beschlossen.

Gliederung:

1. Neue Medien modernisieren die Demokratie
2. Vorassetzungen Digitaler Demokratie
2.1 Internetzugang gewährleisten
2.2 E-Government datensicher gestalten
2.3 Digitale Signatur für alle
2.4 Freiheit des Internet bewahren
2.5 Medienkompetenz stärken
3. Konkret fordern die Lberalen für einzelne Felder der Digitalen Demokratie:
3.1 E-Vote weiterentwickeln
3.2 Transparenz und Bürgerbeteiligung sicher stellen
3.3 E-Government ausbauen
3.4. E-Party gestalten
4. Weitere relevante Themen im Bereich neue Medien
4.1 Internet Governance
4.2 Monopole verhindern
4.3 Geistiges Eigentum
4.4 Patente
4.5 GEZ-Ausdehnung stoppen

Im Punkt 2.5 sind die folgenden Aussagen zu finden:

2.5 Medienkompetenz stärken

"Voraussetzung für eine aktive Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien auch zu politischen Zwecken, ist kritische Medienkompetenz der Bürgerinnen und Bürger. Diese Bildungsaufgabe soll nicht allein vom klassischen Schulbetrieb geleistet werden, der zeitliche Versatz um mindestens eine Generation ist der Aufgabe nicht adäquat. Das Thema "lebenslanges Lernen" sucht nach einer konkreten Organisationsform, deren Entwicklung breit diskutiert werden muss.

Die Menschen werden befähigt, Informationen einzuordnen und zu bewerten. Medienkompetenz bezieht sich nicht nur auf die technisch korrekte Bedienung von Computern, PDA's, Mobiltelefonen oder der neuen Medien, sondern vor allem auf die Beurteilung von Informationen und die Fähigkeit zum Finden und Bewerten relevanter Informationen sowie das Erlernen der reflektierten und kritischen Diskussion und Meinungsäußerung. Zur Medienkompetenz gehört auch der bewusste Umgang mit Informationen, welche der Bürger über sich herausgibt: Der Staat ist nicht der alleinige Datensammler. Die Stärkung der Medienkompetenz erfordert gemeinsame Anstrengungen der schulischen und politischen Bildungseinrichtungen. Hierbei müssen Angebote entwickelt werden, die allen Beteiligten - Schülern, Eltern und Lehrern - das notwendige Grundverständnis für die Gefahren aber auch die Chancen digitaler Medien und im Besonderen des Internets aufzeigen. Ein "Internetpass" innerhalb der schulischen Einrichtungen kann hierbei eine erste Unterstützung bieten. Schwerpunktthemen müssen hierbei der Umgang mit sensiblen Daten, Datensicherheit und Schutz der Persönlichkeitsrechte aber auch die Sensibilisierung für das richtige Einordnen von gefundenen Informationen seinů"

Quelle:

http://www.liberale.de/files/593/wiki-Text_Beschluss.pdf